
Kunst · Frieden · Protest · Camp im öffentlichen Raum
25.–30. August 2026 | Wiener Platz, Köln-Mülheim
Mülheim ist friedenstüchtig!
Was kann Kunst im öffentlichen Raum bewegen? Wie können Begegnung, Zuhören und gemeinsames Handeln zu einem friedlicheren Miteinander beitragen?
Vom 25. bis 30. August 2026 verwandelt das mythen der moderne Kollektiv den Wiener Platz in Köln-Mülheim in ein offenes Kunst- und Friedenscamp. Sechs Tage lang wird der Platz zur Bühne, Werkstatt und Begegnungsort – für Mülheimer*innen, Kölner*innen, Künstler*innen und alle, die Lust haben, dabei zu sein und mitzumachen.

Kunst entsteht mitten auf dem Platz
Unter dem Zeltdach laden die Werkstätten Text & Rolle, Bewegung, Stimme, Musik & Sound und Siebdruck zum Mitmachen ein. Menschen aus dem Stadtteil können schreiben, spielen, singen, musizieren, sich bewegen und eigene künstlerische Ideen entwickeln.
Die künstlerische Leitung liegt bei der freischaffenden Künstlerin und Regisseurin Pia Janssen, die das Gesamtkonzept entwickelt und die künstlerischen Prozesse begleitet.
Aischa-Lina Löbbert, Schauspielerin und Co-Regisseurin, arbeitet in der Text- und Rollenwerkstatt gemeinsam mit Mülheimer*innen an Szenen für das Unsichtbare Theater. Bawélima Dessa Ganda, Tänzer und Schauspieler, verbindet Bewegung, Sprache und Storytelling. Die Schauspielerin Susanne Seuffert begleitet die Teilnehmenden bei der Entwicklung eigener Geschichten und Perspektiven, während Tom Simon mit Stimme, Schauspiel und Chorarbeit zum gemeinsamen Sprechen und Singen einlädt.
Auch die musikalische Vielfalt prägt das Camp: Claude Bwendua bringt die Trompete ein, Casper Hesprich Operngesang und Violine, Nurullah Turgut die Daf, Filiz Yildiz Gesang und Daf und Hannes Strobl seine Arbeit als Klangkünstler. Gemeinsam mit Improvisation und elektronischer Klangkunst entsteht eine lebendige Klanglandschaft auf dem Wiener Platz. Die Geschichtenerzählerin Selma Scheele bringt Märchen, Mythen und persönliche Geschichten ein.

Der Wiener Platz wird zur Bühne
Neben den Werkstätten gibt es ein vielfältiges Programm mit besonderen Platzformaten, die den öffentlichen Raum selbst zum künstlerischen Erfahrungsort machen.
Bei PlatzSchreiben verwandelt die Künstlerin Ella Kühn Beobachtungen und Begegnungen in poetische Texte. Marie Knäpper, Podcastmacherin und Moderatorin, sammelt für den Baciismus-Podcast Stimmen und Geschichten von Menschen rund um den Wiener Platz.
Hannes Strobl lädt bei PlatzHören dazu ein, die Geräusche, Stimmen und Bewegungen des Platzes neu wahrzunehmen. Die Filmemacherin und Videokünstlerin S. Naz Temizdemir verbindet mit PlatzNehmen – Ankara / ineedaspace Köln und Ankara in einem digitalen Dialog über öffentlichen Raum und friedliches Zusammenleben.
Bei act4democracy entwickeln Ronja Fizen und Alex Beinecke partizipative Bewegungsformate, die demokratische Teilhabe körperlich erfahrbar machen.
Das Mobile Urban Cinema, kuratiert und moderiert von Amin Farzanefar, kommt gemeinsam mit der Geschichtswerkstatt Mülheim auf den Wiener Platz. Gezeigt wird ein historischer Film über den Bau der Mülheimer Brücke, anschließend geht es im Gespräch um Erinnerungen und die Geschichte Mülheims.
Auch der Initiativkreis Wiener Platz, die Putzparade und die spielerische Namenstombola „Wiener Platz? Oder wie?“ bringen lokale Perspektiven und Engagement direkt ins Camp.
Ein besonderes Angebot für Jugendliche
Der Jugendworkshop „What The Fuck geht mich das an!“ – Mut zur Zivilcourage richtet sich an Jugendliche aus Köln-Mülheim. Mit künstlerischen Mitteln setzen sie sich mit der Geschichte des Nagelbombenanschlags in der Keupstraße, Rassismus, Diskriminierung und Zivilcourage auseinander.
In Text-, Stimm-, Musik- und Siebdruckwerkstätten entwickeln sie eigene Botschaften für Plakate und T-Shirts. Die Ergebnisse fließen in die große Abschlussperformance am Sonntag, 30. August, ein.
Mittwoch bis Samstag | 14–18 Uhr
Sonntag, 30. August | Große Abschlussperformance

Kunst trifft Stadtteil
Faci Paci Baci ist aus einer dreimonatigen Recherche mit Menschen, Vereinen und Initiativen aus Mülheim entstanden. Ihre Stimmen und Perspektiven werden unmittelbar Teil des künstlerischen Experiments.
Beteiligt sind unter anderem die Geschichtswerkstatt Mülheim, die Bildungsinitiative „Keupstraße ist überall“, der Initiativkreis Wiener Platz, Kölner VHS, Hallo Nachbar, DANKE SCHÖN!, das SeniorenNetzwerk Mülheim, InterKultur e.V., FEE e.V., H.i.K. Heimatlos in Köln e.V., die Sinti Allianz, der Jugendladen Mülheim, Korientation e.V., Wir im Nordquartier e.V., die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim u.v.m.
So treffen professionelle Künstler*innen auf lokale Expert*innen, Nachbar*innen und Initiativen. Gemeinsam geht es um Erinnerung und Zukunft, um Vielfalt, Nachbarschaft, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Frage, wie öffentlicher Raum gemeinsam gestaltet werden kann.
Die Künstler*innen des Kollektivs zeigen gemeinsam mit den lokalen Akteur*innen aus Mülheim, dass Friedensarbeit in der Nachbarschaft beginnt: im Zuhören, im Austausch und im gemeinsamen Handeln. Die Frage „Können wir friedlich miteinander leben?“ wird während der sechs Tage aus unterschiedlichen Perspektiven und mit künstlerischen Mitteln gestellt, erprobt und auf die Probe gestellt.
25.–30. August 2026
Wiener Platz, Köln-Mülheim
Ein Projekt des mythen der moderne Kollektivs.
Mit herzlichem Dank an unsere Förderer und Kooperationspartner*innen.

Grafik & Gestaltung: George Popov
Instagram: @mythendermoderne
Kontakt:
Lale Konuk
konuk@mythendermoderne.art